Liebe Gäste, liebe Freunde,
unser Format „Hinter der Sonne“ zeigt Ihnen die Menschen, die mehr oder minder hinter unseren Kulissen daran mitwirken, Sie zu glücklichen Gästen zu machen. Heute möchten wir Ihnen Dominik Schork vorstellen, der seit dem Frühsommer als Sous Chef an den Töpfen in unserer Küche wirbelt.
Geboren in Bremerhaven, absolvierte er sein Abitur in Cuxhaven, um sich nach einem kurzen Ausflug ins Studium der Fitnessökonomie der Kochkunst zu widmen – nicht zuletzt inspiriert von der verführerischen Küche seiner Großmutter.
Seine Ausbildung begann er 2018 im Canova in Bremen, woraufhin er nach Sylt ging und sich im Söl’ringer Hof vom Commis zum Chef de Partie (zunächst Gardemanger, später Tournant) hocharbeitete. Anschließend zog es ihn nach Süddeutschland, wo er ab 2023 im Le Cerf als Chef de Partie (Saucier) und später als Junior Sous Chef tätig war. In dieser Funktion verantwortete er den Entremetier-Posten und fungierte als Ausbilder, bis er im Juni 2026 in die Goldene Sonne wechselte.
5 Fragen an Dominik Schork:
1. Warum hast du dich dafür entschieden, Koch zu werden?
Als Jugendlicher habe ich parallel zur Schule über fünf Jahre hinweg bei einem Gemüse- und Obstanbaubetrieb gejobbt; vom Feld bis in den Verkauf habe ich überall mit angepackt. Der Chef hat mir nach den Markttagen Gemüse mitgegeben, damit ich es verkochen und den Kunden besser berichten konnte, was man daraus zubereiten kann. Diese praktische Erfahrung und das ernährungswissenschaftlich geprägte Abitur haben mein von Oma entflammtes Interesse an gutem Essen noch weiter befeuert.
2. Für welche Aufgaben bist du in der Goldenen Sonne zuständig?
Als Saucier bin ich sowohl für Fleisch und Fisch als auch für die Soßen und Emulsionen verantwortlich. Dazu gehört in unserem Fall auch das Zerlegen und Portionieren der Tiere, die bei uns im Ganzen ankommen. Im Service wird dann alles zubereitet. Allerdings ist unser Team klein, und so packt man überall dort an, wo es gerade „brennt“ – sei es beim Gemüse, in der Patisserie oder beim Anrichten. Dieser Teamgeist macht die Arbeit hier ganz besonders.
3. Du hast viel Erfahrung in gehobenen Küchen Deutschlands. Was zeichnet für dich die Philosophie der Goldenen Sonne aus?
Die Regionalität. Bei uns kommt ja fast alles aus dem nächsten Umkreis. Unsere enge Bindung zu den Produkten, etwa durch Säen und Ernten, schafft eine besondere Wertschätzung. Wir verarbeiten, lagern, machen ein, fermentieren – und nichts kommt weg, selbst wenn es von uns als Personalessen verspeist wird. Das ist unglaublich nachhaltig, aber vor allem wertschätzend.
Dabei ist die Produktqualität extrem hoch: Bei uns muss die Karotte nicht wie anderswo in Karottensaft eingelegt werden, damit man sie geschmacklich identifizieren kann. Wir zeigen die Produkte so pur wie möglich, und alles schmeckt intensiv. Das ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal, nicht nur in der Umgebung: Ich kenne keinen Betrieb, in dem die Produkte so für sich sprechen.
4. Welcher Gang ist im kommenden Menü handwerklich herausfordernd?
Für mich definitiv das Dessert: Es gibt ein Nougat-Zartbitterschokoladen-Törtchen, überzogen mit einer Schoko-Ganache und karamellisierten Haselnüssen, dazu ein Sorbet aus Johannisbeeren, die Heiners Tante bei sich im Garten gelesen hat. Aber die Patisserie ist für mich auch weniger vertrautes Terrain. Es bedarf so viel Know-how und Präzision – die richtigen Temperaturen, die perfekte Sahne für die Mousse oder die korrekte Dosis Zucker im Eis, damit es nicht kristallin wird. Es ist eine Wissenschaft für sich, und ich hoffe, in Zukunft noch einiges hinzuzulernen.
5. Und für welchen Gang würdest du dich am liebsten als Gast auf den Sesseln niederlassen, um ihn zu genießen?
Ohne Frage: für das Schwein! Ich habe in meinem Leben noch nie so gutes Schwein gegessen wie in der Goldenen Sonne. Für den aktuellen Hauptgang ist das Schwäbisch-Hällische seit Ende August bei uns abgehangen. Wir servieren es mit einem Püree vom grünen Hokkaido, glasierter Karotte und einer charaktervollen Jus mit Herbsttrüffeln.
Für die weiteren Gänge sehen Sie sich gerne unser Menü an oder vertrauen Sie Dominik Schork blindlings und reservieren Sie direkt Ihren Tisch.
Auf bald in der Sonne!

