Liebe Gäste, liebe Freunde,
das kommende Menü lebt nicht allein von dem, was wir daraus machen. Es lebt ebenso von dem, was uns mitgebracht und geschenkt wird. Und so möchten wir dieses Mal vor allem unseren Gästen danken, deren Gaben ihren Weg in unsere Küche gefunden haben und dieses Menü auf ganz besondere Weise mitprägen.
Den Auftakt macht ein neuer Aperitivo de la Casa: Reineclaudensaft – die eigenen Früchte von Heiner Bohnets Mutter geerntet und dampfentsaftet – verbindet sich mit Kaffirlimette und herrlich blumigem Honig – dem ersten Mitbringsel aus Ihren Reihen. Frucht, Säure und feine Süße finden hier zu einem ebenso leichten wie charaktervollen Auftakt. Ob mit oder ohne Alkohol: Zum Wohl!
Im ersten Gang begegnet uns sodann viel von dem, was uns unsere unmittelbare Umgebung schenkt: Muskatkürbis wird mit Nelke und Salzzitrone pochiert. Unser Sous-Chef Dominik Schork hat Fichtensprossen gesammelt, welche eine erdig-aromatische Note ins Spiel bringen. Dazu gesellt sich ein buntes Kräuterbouquet aus unseren Beeten.
Buschtomaten wachsen in kleinen, bodennahen Nestern auf den Feldern der Solawi und müssen nicht ausgegeizt werden. Von wilder Gestalt, dafür umso aromatischer, geben sie als Sud die mediterrane Bühne für den Fisch. Bester Seeteufel aus dem Atlantik wird in Butter gebraten, krosser Lauch und geröstete Pinienkerne setzen dazu ihre geschmackvollen Akzente.
Gelblich und süß präsentiert sich der Umami-Zwischengang: Gelbe Bete und Birne umspielen in Safran eingelegte Kräuterseitlinge.
Im Hauptgang dürfen wir Ihnen endlich einmal wieder Lamm vom Wanderschäfer Voigt aus Michelbach an der Bilz anbieten. Kurz gebraten, verbinden wir das zarte Fleisch mit einer konzentrierten Jus und einer feinwürzigen Kreuzkümmel-Emulsion. Klassisch und zugleich elegant begleitet es die Gunda-Kartoffel als Pommes macaire.
Dem Blue Stilton aus der Grafschaft Gloucestershire stellen wir im Käsegang Erdbeertrauben zur Seite – für diese besondere Gabe gilt unser Dank großzügigen Gästen aus Laßbach. Tonkabohne und mildernde Walnuss vollenden die Verbindung.
Auch beim Dessert dürfen wir uns über eine weitere Gabe freuen: schmackhafte Pfirsiche aus Michelfeld werden pochiert und mit Vanilleeis serviert. Ein luftiges Joghurtmousse und krosse Mandeln begleiten die herrlichen Früchte und lassen ihnen dabei den großen Auftritt.
So ist dieses Menü auch eine kleine Sammlung dessen, was uns anvertraut und geschenkt wurde: von unseren Feldern, von unseren Erzeugern und in besonderer Weise von Ihnen, unseren Gästen. Aus diesen Gaben dürfen wir schöpfen, sie weiterdenken, verfeinern und schließlich auf den Teller bringen.
Dafür danken wir Ihnen herzlich!
Schön, dass wir gemeinsam aus den herbstlichen Vollen schöpfen können!

