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Kleine Kürbiskunde

Liebe Gäste, liebe Freunde,

unser ​Menü für die kommende Woche​ hält allein in der ersten Vorspeise sage und schreibe sechs verschiedene Kürbissorten für Sie bereit. Carolin Hermanns und Konstantin Kunisch haben die Brache der Einzellage Neustadter Söhrenberg des Weinguts Heid bei Fellbach genutzt, um die ehemalige Trollingerfläche mit Kürbissen zu bepflanzen. In unserer Küche werden diese pochiert, gebraten oder gepickelt zu einem aromatischen Teller kombiniert. Wir wollen Ihnen die Vielfalt der Sorten vorstellen:

  1. Piena di Napoli Kürbisse sind mit der Gurke und der Melone verwandt, und mittlerweile sind rund 200 Sorten auf dem Markt. Der Piena di Napoli ist eine relativ junge Sorte der Butternutkürbisse und zählt zu den Winterkürbissen. Er hat eine längliche Form und ist hellgrün gesprenkelt. Mit seinem süßlichen, leicht cremigen Geschmack lässt er sich sehr vielseitig als kulinarische Delikatesse einsetzen. Tatsächlich wird er aufgrund seines festen Fleisches in Italien, dem Hauptanbaugebiet, auf Märkten auch oft scheibenweise verkauft.
  2. Honeynut Der zweite Butternut ist ein Mini-Kürbis des dunklen Typs, der von Grün auf Ocker verfärbt. Das Fruchtfleisch ist sehr carotinhaltig und von exzellentem Geschmack. Das Besondere an der Sorte sind die nur 500 Gramm leichten, kleinen Früchte, die sehr zahlreich angesetzt werden. Wieviel Honig im Honeynut steckt, werden Sie selbst goutieren.
  3. Roter Zentner Dieser Riese ist größentechnisch das Gegenteil des Honeynut: er ist flach, rund und leuchtend hellrot. Sein Fruchtfleisch ist orange, schmeckt relativ süß und leicht nussig – und ist reichlich vorhanden, schließlich können die Früchte dieser Sorte ein Gewicht von bis zu 20 kg erreichen. Meist wiegen sie jedoch zwischen 5 und 10 kg mit einer Größe von rund 20-30 Zentimetern.
  4. Blue Hubbard Auffällig grau-blau ist der seit 1909 angebaute und in den USA sehr beliebte Blue Hubbard. Dort wird er vorrangig für den Thanksgiving-Pie verwendet, ist aber auch als Suppe, Kompott und in Aufläufen oder Chutneys einsetzbar. Unter der dicken, nicht essbaren Schale verbirgt sich süßes, feinkörniges und dunkelgelbes Fruchtfleisch, welches einen hohen Anteil an Betacarotin aufweist.
  5. Delica Der Delica ist ein dunkelgrüner Kabocha-Kürbis mit kräftigem Stiel. Das feste, intensiv gelbe Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma. Die Schale ist ziemlich hart, was vorteilhaft für eine längere Lagerung ist. An einem trockenen, kühlen Ort können die Früchte bis zu acht Monate aufbewahrt werden.
  6. Hidemi Auf den ersten Blick sticht der Hidemi mit seiner faltigen Haut und den tiefen Rippen heraus. Er zählt zu den Muskatkürbissen und hat einen schönen fruchtigen Geschmack. Damit eignet er sich sehr gut für die Verwendung in einem Chutney oder zum Einlegen. Der weiße Schleier auf den Früchten ist eine Art Wachsschicht, die nicht mit Schimmel oder Mehltau verwechselt werden sollte, sondern bei der Sorte üblich ist.

Das Sechserlei an Kürbissen vom schwäbischen Weinberg wird im Glas von einem Portugiesen begleitet. Der Ninfa Maria Gomes 2023 vom Weingut João Barbosa ist ein frischer, harmonischer Weißwein und wird allein aus der autochthonen Rebsorte Maria Gomes gekeltert. Die Frische und Frucht der Rebsorte wird durch den Ausbau im Edelstahltank bewahrt. Dazu kommt ein eleganter, mineralisch geprägter Abgang, der aus den kalkhaltigen Böden des Tejo-Tals resultiert und die Nussigkeit der Kürbisse umspielt.

In den anderen Gängen folgen Steinköhler, Shiitake, Landschwein und Mangos… Aber dazu dürfen Sie vor Ort Ihre eigenen Worte finden!

Post aus der Sonne

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